Modellbau für Flugzeuge
Modellbau für Flugzeuge die verschiedensten Klassen und Kategorien zu unterscheiden.
Wie kein anderer Bereich des Modellbaus ist die Entwicklung von Flugzeugmodellen mit der Geschichte der Luft- und Raumfahrt aufs engste verknüpft. Die ersten heute bekannten Flugzeugmodelle stammen bereits aus der Zeit von vor 2500 Jahren und wurden im antiken Griechenland entwickelt. Aber auch in China wurden in dieser Zeit Flugzeugmodelle entwickelt. Anders als in anderen Bereichen des Modellbaus existieren Flugzeugmodelle schon weit länger als die bemannten Flieger. Im 19. Jahrhundert setzten sich zahlreiche Neuerungen im Modellbau für Flugzeuge durch und Anfang des 20. Jahrhunderts hatte sich der Flugzeugmodellbau bereits zu einem weit verbreiteten Hobby entwickelt. Erste Funkfernsteuerungen und Verbrennungsmotoren für den Antrieb und die Steuerung der Modelle kamen in den 30er Jahren auf den Markt.
Flugzeugmodelle werden aufgrund ihres Verwendungszwecks und ihrer unterschiedlichen Eigenschaften in verschiedene Kategorien unterteilt. So sind die originalgetreuen Standmodelle und die sehr viel einfacher gehaltenen Funktionsmodelle nicht flugfähig. Während letztere vor allem für Tests genutzt werden, dienen Standmodelle meist Ausstellungs- oder Dokumentationszwecken. Neben diesen reinen Stand- und Funktionsmodellen erfreuen sich tatsächlich flugfähige Modelle steigender Beliebtheit. Diese Flugzeugmodelle lassen sich in erster Linie aufgrund ihrer Steuerung unterscheiden. Freifliegende, ferngesteuerte Modelle oder leinengesteuerte Flugzeuge gibt es ebenso wie programmgesteuerte Luftfahrzeuge, die beispielsweise auch als militärische Drohnen Verwendung finden.
Flugzeugmodelle können entweder als Bausatz oder bereits als fertig montiertes Modell gekauft werden. Fortgeschrittene Modellbauer sind aber auch in der Lage, anhand von Bauplänen eigenständig Flugmodelle zu entwickeln. Bei den im Handel angebotenen Komplettsätzen handelt es sich sich regelmäßig um reines Spielzeug, das sich zum Fliegen nicht eignet. Die so genannten flugtauglichen RTF - Modelle sind zwar vollständig montiert und sofort einsatzbereit, allerdings auch nicht besonders hochwertig. Die angebotenen ARF - Modelle hingegen sind zwar weitestgehend vormontiert, aber die Endmontage und der Einbau aller erforderlichen RC-Komponenten obliegt dem Modellbaufreund. Baukastenmodelle erfordern im Gegensatz zu den eben vorgestellten Varianten handwerkliches Geschick. Für Einsteiger auf dem Gebiet taugen diese Modelle nicht unbedingt, da schlecht zusammengebaute Flugmodelle keine optimalen Flugeigenschaften aufweisen.
Außerdem unterscheiden sich die flugtauglichen Modellen durch ihren Antrieb. Während fortgeschrittene Modellbauer häufig einen Verbrennungsmotor bevorzugen, eignen sich Elektromotoren vor allem für Anfänger auf diesem Gebiet. Deshalb entscheiden sich die meisten Einsteiger für einen Elektrosegler. Dennoch haben sowohl die Verbrennungsmotoren als auch Elektromotoren jeweils Vor- und Nachteile.