Modellbau für Hubschrauber
Steuerung mit zwei verschiedenen Knüppeln bedient. Die Knüppel sind für die zwei Dimension des Fluges zuständig. Es gibt auch Verbrenner Modelhubschrauber, die einen eingebauten Kolbenmotor haben. Die Wahl des Modellhubschraubers ist abhängig von der vorgesehenen Flugumgebung und ob er für das Kunstfliegen eingesetzt wird.
Der deutsche Ingenieur Dieter Schlüter darf beim Thema Modellbau für Hubschrauber nicht ungenannt bleiben, denn er stellte sein erstes ferngesteuertes Modell auf einer Spielzeugmesse vor. 1972 ist das Jahr, in dem die kommerzielle Vermarktung des Modellhubschraubers begann. Bereits 1967 ließ er das erste Modell in den Himmel schweben. Der Modellbau entwickelte sich für ihn von der Freizeitbeschäftigung zur lukrativen Einnahmequelle, denn 1971 hatte Schlüter bereits 300 Hubschrauber als Bausatz an Liebhaber verkauft. Im Jahre 2007 brachte er rückblickend das Buch Die Geschichte des Modellhubschraubers und andere Erinnerungen als Autor heraus.
Die Steuerung eines Hubschraubers funktioniert in grober Einteilung über einen Pitch oder über die Drehzahl. Die drehzahlgesteuerten Flugmodelle haben einen festen Pitch. Die Stärke des Auftriebs wird bestimmt durch die Umdrehungszahl, die sich nur träge einstellen lässt. Die Modelle haben aber vielerlei Vorteile gegenüber den flexibleren pitchgesteuerten Flugzeugen, da sie leichter, günstiger und in der Regel auch robuster bei Unfällen sind. Als Pitch wird der Anstellwinkel der Rotorblätter bezeichnet, die sich in ihrer Gesamtheit verstellen lassen. Dafür wird per Fernbedienung die Taumelscheibe bewegt, die sich beim Hubschrauber am Rumpfmast befindet. Ein Pitch-Heli kann sich auch im Kunstflug kopfüber durch die Luft bewegen.
Ein Modellhubschrauber eignet sich zum tunen, da der grundlegende Aufbau bei allen Modellen ähnlich ist. Das Herzstück des Flugmodells ist der Motor, der als bürstenlose Variante sehr viel leistungsfähiger und auch teurer ist. Der Motorcontroller bestimmt die Umdrehungszahl des Motors, die entweder im Governor-Modus oder im Regler-Modus gehalten wird. Bei Anfängern ist der Regler-Modus beliebt, da sie auf den ersten Schritten den Aufstieg des Hubschraubers über die ständige Veränderung der Drehzahl erreichen wollen. Im Modell befindet sich der Empfänger, der über den Akku genauso versorgt wird wie die anderen Teile des Hubschraubers. Auf der Frequenz 35 MHz werden die Funksignale der Fernbedienung übermittelt. Die Rotorblätter variieren je nach Steuerung und Antrieb des Hubschraubers. Sie werden aus leichtem CFK, das bei Hubschraubermodellen häufig zum Einsatz kommt, oder aus Holz gefertigt.